So arbeiten wir

Wir möchten, dass unsere Kinder zu verantwortungsvollen, eigenständigen und kreativen Menschen heranwachsen, die auch Spaß und Freude in ihr Leben integrieren können. Darin wollen wir die Kinder durch unsere pädagogische Arbeit unterstützen.
Um dieses umzusetzten, leisten wir intensive Beobachtungsarbeit, damit wir ihre Interessen und Vorlieben wahrnehmen und in unsere tägliche Arbeit in der Kita integrieren können.

Im Folgenden findet Ihr Informationen über:

1. Tagesablauf und Aktivitäten

2. Rechte der Kinder

3. Pädagogische Ziele

4. Eingewöhnung

5. Vorschule

6. Elternmitwirkung

 

1. Tagesablauf und regelmäßige Aktivitäten

Unser Tagesablauf ist klar strukturiert und bietet den Kindern einen zuverlässigen Rahmen. Regelmäßig wiederkehrende Aktivitäten, die wöchentlich, monatlich oder auch jährlich in und außerhalb der Kita stattfinden, bringen den Kindern nicht nur riesigen Spaß, sondern vermitteln ihnen auch ein Gefühl für Zeitabläufe.

8:00 – 9:00 Ankommen und Freispiel
9:00 – 9:30 Frühstück (In dieser Zeit sollen die Kinder nicht in die Kita  gebracht werden.)
bis 10:00 sollten die Kinder gebracht sein
ab 10:00 Begleitete Gruppenaktivität (malen, gestalten, singen, Wahrnehmungsspiele, …), Projektarbeit, Vorschularbeit, Ausflüge (Elbstrand, Wald, Theater etc.)
13:00 gemeinsames Mittagessen und Nachtisch, anschließend gemeinsames Zähneputzen
14:00 – 14.30 Aufräumen des Kindergartens
14:30 – 16:00 individuelle pädagogische Angebote (Freispiel, Vorlesen, Portfolio, rausgehen etc.)

Wöchentliche Aktivitäten

– Turnen in der Turnhalle (bei schönem Wetter gehen wir raus)

– spielerische Rhythmik (angeleitet durch eine Tanzpädagogin)

Monatliche Aktivitäten

– Besuch der Bücherhalle

Jährliche Aktivitäten

– Faschingsfeier

– Schlaffest (Übernachtung im Kinderladen)

– Kinderladenreise

– Laternenfest

– Aktivitäten zu Weihnachten und Ostern

Mehrmals im Jahr

– Naturtag

– verschiedene Ausflüge, zum Beispiel:

– auf einen Bauernhof,

– in den Botanischen Garten und

– zum Polizeirevier und zur Feuerwache

– ins Museum, Theater, …

 

2. Die Rechte der Kinder

Grundlage unserer pädagogische Arbeit sind die Rechte der Kinder.

Die Kinder haben das Recht auf:

– Mitbestimmung des Kita  Alltags

– aktive, positive Zuwendung und Wärme

– die Berücksichtigung ihrer individuellen Bedürfnisse und Eigenarten

– einen individuellen Entwicklungsprozess und ihr eigenes Tempo

– Hilfe und Schutz bei verbalen und körperlichen Auseinandersetzungen und die Wahrung ihrer Integrität

– freies Spiel und das Recht sich die Spielgefährten selbst auszusuchen

– zuverlässige Absprachen

– zuverlässige und vertrauensvolle Beziehungen zu den Betreuern

– vielfältige Erfahrungen (Erlebnisbereiche/Projekte)

– gesunde Ernährung und eine entspannte und kommunikative Essenssituation

– Widerspruch

– Förderung ihrer kognitiven, motorischen, sozialen und sprachlichen Entwicklung

– klare Tages- und Wochenstrukturen und Rituale

– eine adäquate Vorbereitung auf die Schule

Sie haben das Recht:

– zu lernen mit Gefahren umzugehen

– sich auszuruhen

– die Konsequenzen ihres eigenen Verhaltens zu erfahren

 

3. Pädagogische Ziele

Alle diese Ziele sollen auf einer individuellen Basis entwickelt, spielerisch und mit möglichst viel Spaß und Freude umgesetzt werden.

 Sozialverhalten

Wir unterstützen die Kinder dabei, zu lernen, ihre eigenen Interessen und die Interessen der anderen wahrzunehmen und möglichst adäquat und gleichberechtigt in Einklang zu bringen. Die Kinder erfahren und lernen, dass das Zusammenleben Regeln erfordert, die entwickelt, akzeptiert und eingehalten werden müssen, die aber auch mit allen Beteiligten verändert werden können.
Hilfsbereitschaft und Unterstützung untereinander ist für uns selbstverständlich.

Selbstbewusstsein

Die Kinder lernen, sich selbst und ihre Fähigkeiten wertzuschätzen. Sie lernen Kritik zu äußern und anzunehmen, eigene Standpunkte zu entwickeln und zu vertreten. Die Kinder erfahren, dass begangene Fehler nicht zur Abwertung der Person führen.

Konfliktfähigkeit

Wir unterstützen die Kinder dabei, Konflikte möglichst eigenständig zu lösen.

Die Kinder lernen in Konflikten die eigenen Gefühle zu benennen und die Gefühlslage des Gegenübers nachzuempfinden.

 Selbstständigkeit

Wir fördern, dass die Kinder in möglichst vielen Lebensbereichen eigenständig zurechtkommen. Sie erwerben Fähigkeiten und Wissen, um unabhängiger von anderen Menschen zu werden.

Verantwortung

Die Kinder lernen bei uns, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen. Sie sollen lernen für ihr eigenes Handeln einzustehen, die Konsequenzen des eigenen Verhaltens zu erkennen und zu tragen.

Entwicklung der feinmotorischen, grobmotorischen, kognitiven und verbalen Fähigkeiten und Fertigkeiten

Wir streben eine optimale Förderung eines jeden Kindes unter individuellen Gesichtspunkten an.

Kreativität

Die Kinder sollen eigene Ideen schöpferisch umsetzen können, d.h. Bestehendes verändern, Neues und Alternatives entwickeln können.

Umwelt

Die Kinder sollen einen wertschätzenden und verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt erlernen.

 Gesundheit und Ernährung

Die Kinder sollen das Wissen erlangen, dass bestimmte Maßnahmen notwendig sind, um die Gesundheit zu erhalten bzw. herzustellen. Sie sollen lernen, dass eine bestimmte Ernährung der Gesunderhaltung dient.

 

4. Die Eingewöhnung

Die Kinder haben das Recht auf eine behutsame und individuelle Eingewöhnung in den Kinderladen. Die Eltern unterstützen ihr Kind bei seiner Eingewöhnung und begleiten es so lange wie nötig im Kindergarten Alltag. Um dem Kind die Eingewöhnung zu erleichtern, treffen sich Eltern und Erzieher vor der Eingewöhnung zu einem Informationsgespräch.

In der Beobachtungsphase orientieren sich Kind und Eltern in Ruhe. Aus der Obhut seiner Eltern heraus kann das Kind alles beobachten und Sicherheit gewinnen. Die Erzieher unterstützen diesen Prozess mittel- und unmittelbar. Sie sind offen und zugewandt, ohne das Kind zu bedrängen; sie achten auf Signale des Kindes zur Kontaktaufnahme und gehen darauf ein.

In der Kontaktphase nimmt das Kind von sich aus Kontakt zu den Erziehern und Kindern in der Kita auf. Die Eltern ziehen sich nach und nach aus dem Gruppengeschehen zurück. Die Erzieher bieten dem Kind Aktivitäten an, die es besonders mag. Das Kind hat das Recht, sich eine Bezugsperson auszuwählen.

In der Integrationsphase löst sich das Kind von den Eltern. Wenn es sich frei im Kinderladen bewegt, bleibt es eine vereinbarte (zunächst kurze) Zeit ohne Eltern im Kinderladen. Die Länge dieser Zeit richtet sich nach dem Wohlbefinden des Kindes und wird allmählich ausgeweitet.

Das Kind wird nach und nach mit den Strukturen und Regeln des Kindergartens vertraut gemacht. Bring- und Abholzeiten sind in der Eingewöhnungszeit flexibel (ausgenommen sind die Essenszeiten). Die Eltern begleiten ihr Kind mindestens das erste Mal zum Turnen und Tanzen.

 

5. Vorschulerziehung im Kinderladen

Der Eintritt in die Schule ist mit hohen und vielfältigen Anforderungen verbunden. Nicht nur ein bestimmtes Wissen oder motorischen Fähigkeiten sind für den Schulstart hilfreich. Das Kind muss sich auch am Aufbau einer neuen Gruppe beteiligen. Es muss sich an einen fremdbestimmten Zeit- und Stundenplan halten. Es benötigt soziale Kompetenzen und auch Kompetenzen, die ein erfolgreiches Lernen erst ermöglichen.

Wir stärken gezielt diese Kompetenzen. So bereiten wir die Kinder auf die Schule vor, ohne die Inhalte des Schulunterrichts vorweg zu nehmen.

Und so unterstützen wir den Übergang von der Kita in die Grundschule:

Wir unterstützen die Kinder in ihrer Neugier, in ihrer Lernbereitschaft und Vorfreude auf die Schule.

Wir unterstützen die Kinder bei der Entwicklung von (kindgerechten) Strategien, die ihnen helfen, mit Unsicherheiten und Ängsten in der neuen Situation zurechtzukommen.

Wir bieten den Kindern Gelegenheit, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zu erproben. Dadurch werden ihnen ihre Kompetenzen deutlich und ihr Selbstbewusstsein wird gestärkt. Die Kinder können die neuen Herausforderungen mit Selbstvertrauen annehmen und ihre Motivation erhalten.

Wir ermutigen die Kinder ihre Wünsche und Kritik auch in der Gruppe zu äußern, Fragen zu stellen, anderen zuzuhören. So lernen die Kinder aktiv mitzuwirken und Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen.

Wir vermitteln den Kindern, wie wichtig die Achtung eines jeden Einzelnen für das eigene Wohlbefinden und das Zusammenleben in der Gemeinschaft ist. In Konfliktsituationen vermitteln wir die Bedeutung der eigenen Gefühle und Standpunkte und die der anderen. So erleben die Kinder Konfliktsituationen positiv als soziales Lernen und können leichter adäquat mit Konflikten umgehen.

Wir vermitteln unseren Kinder durch klare Strukturen und regelmäßige Aktivitäten ein Gefühl für Zeitabläufe. So können die Kinder eher die Balance zwischen ihren eigenen Bedürfnissen und den äußeren Anforderungen durch den neuen Zeit- und Stundenplan finden.

Wir nehmen Kontakt zu den Grundschulen des Einzugsbereiches auf. Welche Erwartungen haben die Schulen an die zukünftigen Schüler? Was sind häufige Anfangsprobleme? Wir besuchen gemeinsam die zukünftigen Schulen der Vorschulkinder. So werden die Vorschulkinder mit „ihrer“ Schule vertraut und die übrigen Kinder können sehen, wo ihre Spielkameraden in Zukunft verbleiben.

Entwicklungsgespräch

Vor dem Untersuchungstermin in der Schule bieten die Erzieher Eltern der 4 1/2-jährigen Kinder ein Entwicklungsgespräch mit Beratung an.

6. Elternmitwirkung

Der Kinderladen ist im Gegensatz zur üblichen Kita eine Elterninitiative und funktioniert organisatorisch auf Basis der Elternmitwirkung. Das bedeutet: Wir entscheiden gemeinsam über die Belange unseres Vereins und gestalten den Kinderladen nach unseren Vorstellungen und Wünschen.

Elternabende finden ca. alle 3 Monate in den Räumen des Kinderladens statt. Ebenfalls regelmäßig geben die Erzieher den Eltern einen individuellen Entwicklungsbericht. Aktuelle Probleme können natürlich jederzeit zusätzlich besprochen werden. Wir tauschen uns gründlich aus und suchen gemeinsam nach Lösungswegen.

Verschiedene Tätigkeiten – vom Einkauf bis zur Vorstandsarbeit – werden von den Eltern übernommen.

Aber wir arbeiten nicht nur zusammen – bei Gelegenheit feiern wir auch zusammen. Die Weihnachtsfeier, das Sommerfest oder das alljährliche Laternenfest mit Lagerfeuer und Stockbrot sind Ereignisse, auf die sich alle freuen und von denen noch lange geschwärmt wird.

„Unser Kinderladen“ – das können nicht nur die Kinder sondern auch die Eltern sagen. Und das schafft ein ganz besonderes Gefühl der Zugehörigkeit und Zusammengehörigkeit für die Kinder.